Die Nase ist zu, der Hals kratzt, der Husten meldet sich genau dann, wenn Sie sich hinlegen: Schlafen bei Erkältung ist für viele die grösste Hürde auf dem Weg der Besserung. Dabei wäre guter Schlaf jetzt besonders wichtig – denn im Schlaf arbeitet das Immunsystem auf Hochtouren und bekämpft die Viren am effektivsten. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Schlafposition, einem angepassten Raumklima und ein paar bewährten Hausmitteln lässt sich die Nachtruhe auch mit Schnupfen und Husten deutlich verbessern. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was wirklich hilft – und welche vermeintlichen Tricks Sie besser weglassen.
Die kurze Antwort: Bei Erkältung schlafen Sie am besten mit leicht erhöhtem Oberkörper (ca. 30 Grad, z. B. mit einem zusätzlichen Kissen), in einem kühlen Raum mit 40–60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Vor dem Zubettgehen helfen eine abschwellende Nasenspülung, ein warmer Kräutertee mit Honig und eine warme Dusche mit Wasserdampf. Auf Alkohol als «Schlummertrunk» sollten Sie verzichten – er verschlechtert Schlaf und Immunabwehr.
- Schlaf ist das beste Erkältungsmittel: Im Tiefschlaf schüttet der Körper immunaktive Botenstoffe aus, die die Virenabwehr beschleunigen.
- Ein leicht erhöhter Oberkörper lässt die Nasenschleimhäute abschwellen und reduziert nächtlichen Hustenreiz.
- Optimal: 16–18 °C Raumtemperatur und 40–60 Prozent Luftfeuchtigkeit – trockene Heizungsluft reizt die Atemwege zusätzlich.
- Honig, Kräutertee, Nasenspülung und Inhalieren sind bewährte Helfer; Alkohol und späte schwere Mahlzeiten verschlechtern die Nacht.
Warum Schlaf bei Erkältung so wichtig ist
«Schlaf dich gesund» ist mehr als eine Redensart. Während der Nacht fährt das Immunsystem seine Abwehrarbeit hoch: Im Tiefschlaf werden vermehrt Zytokine ausgeschüttet – Botenstoffe, die Entzündungsreaktionen koordinieren und Abwehrzellen aktivieren. Studien zeigen, dass Menschen mit ausreichend Schlaf seltener an Erkältungen erkranken und sich schneller erholen. Umgekehrt schwächt Schlafmangel die Immunantwort messbar. Den ganzen Zusammenhang erklärt unser Beitrag Schlaf und Immunsystem.
Das Dilemma: Ausgerechnet wenn der Körper den Schlaf am dringendsten braucht, machen verstopfte Nase, Husten und Gliederschmerzen das Ein- und Durchschlafen schwer. Deshalb lohnt es sich, gezielt an drei Hebeln anzusetzen: Schlafposition, Raumklima und Abendritual.
Die richtige Schlafposition bei Erkältung
Oberkörper leicht erhöht lagern
Im Liegen strömt mehr Blut in die Kopfregion – die ohnehin gereizten Nasenschleimhäute schwellen zusätzlich an. Ein um etwa 30 Grad erhöhter Oberkörper wirkt dem entgegen: Die Schleimhäute schwellen ab, Sekret fliesst besser ab, und auch der Hustenreiz durch den berüchtigten «postnasalen Tropf» nimmt ab. Am besten gelingt das mit einem zusätzlichen Kissen oder einem verstellbaren Lattenrost. Wichtig: Nicht nur den Kopf abknicken, sondern den ganzen Oberkörper sanft ansteigen lassen – sonst drohen Nackenverspannungen. Welches Kissen sich dafür eignet, zeigt unser Kopfkissen-Ratgeber.
Seitenlage bei einseitig verstopfter Nase
Ist nur ein Nasenloch zu, hilft ein einfacher Trick: Legen Sie sich auf die Gegenseite. Die Schwerkraft lässt die untere, angeschwollene Seite langsam abschwellen. Bei starkem Husten ist die Seitenlage ohnehin oft angenehmer als die Rückenlage.

Das optimale Schlafklima bei Erkältung
Trockene Heizungsluft ist Gift für gereizte Atemwege: Sie trocknet die Schleimhäute aus, verstärkt den Hustenreiz und erschwert den Selbstreinigungsmechanismus der Nase. Ideal sind 40–60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit – wie Sie diese erreichen, lesen Sie im Beitrag Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer. Ein Luftbefeuchter, feuchte Tücher auf der Heizung oder eine Schale Wasser helfen kurzfristig.
Auch bei Fieber und Schüttelfrost gilt: Das Schlafzimmer darf kühl bleiben (16–18 °C, siehe ideale Schlaftemperatur) – gewärmt wird im Bett, nicht im Raum. Lüften Sie vor dem Zubettgehen noch einmal kräftig durch, um die Virenlast in der Raumluft zu senken; die beste Technik zeigt der Ratgeber richtig lüften fürs Schlafklima. Wer nachts stark schwitzt, sollte Bettwäsche und Pyjama am Morgen wechseln – und der Matratze Zeit zum Auslüften geben. Eine atmungsaktive, feuchtigkeitsregulierende Matratze wie die Ora Ultra unterstützt dabei ein trockenes, hygienisches Schlafklima.
Hausmittel und Abendritual: Was hilft – und was nicht
| Massnahme | Wirkung | Empfehlung |
|---|---|---|
| Nasenspülung mit Salzlösung | Befreit die Nase, spült Sekret und Viren aus | Empfohlen, direkt vor dem Zubettgehen |
| Honig (1–2 TL, z. B. im Tee) | Lindert nachweislich nächtlichen Husten | Empfohlen (nicht für Kinder unter 1 Jahr) |
| Warme Dusche / Inhalieren | Wasserdampf befeuchtet Schleimhäute, löst Sekret | Empfohlen am Abend |
| Abschwellender Nasenspray | Schnelle Hilfe bei blockierter Nase | Kurzfristig ok, max. 5–7 Tage |
| Alkohol als «Schlummertrunk» | Fragmentiert den Schlaf, schwächt die Immunabwehr | Nicht empfohlen |
| Schwere Mahlzeit spätabends | Belastet Verdauung, stört den Schlaf | Nicht empfohlen – leicht und früh essen |
Wichtig zu wissen: Alkohol mag schläfrig machen, doch er verkürzt die Tiefschlafphasen und schwächt genau die Immunprozesse, die Sie jetzt brauchen – mehr dazu im Beitrag Alkohol und Schlafqualität. Setzen Sie stattdessen auf ein beruhigendes Ritual: warmer Tee, gedimmtes Licht, vielleicht eine kurze Atemübung – sofern die Nase mitmacht.

Wenn der Partner krank ist: getrennt schlafen?
Erkältungsviren übertragen sich vor allem über Tröpfchen und Aerosole – und nachts teilt man sich über Stunden dieselbe Atemluft. Wer die Möglichkeit hat, schläft während der ansteckendsten Phase (die ersten zwei, drei Tage) besser getrennt. Das schützt nicht nur den gesunden Partner, sondern erlaubt auch der erkälteten Person, ungestört zu husten, sich zu wälzen und die Schlafumgebung nach Bedarf anzupassen. Ein Bonus für danach: Eine Matratze mit guter Bewegungsentkopplung sorgt dafür, dass unruhige Nächte des einen den Schlaf des anderen nicht stören – mehr dazu im Beitrag Matratze für Paare.
Erholung braucht die richtige Unterlage
Bei Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit zählt jede Stunde erholsamer Schlaf doppelt. Eine Matratze, die Druckpunkte entlastet und sich der jeweiligen Schlafposition anpasst, macht das häufige Umlagern in unruhigen Erkältungsnächten deutlich angenehmer. Der adaptive EvoPoreHRC-Premium-Memory-Schaum der Ora Ultra passt sich automatisch an Körper und Schlafposition an – eine Matratze für alle, ganz ohne die Wahl eines Härtegrads, der als nicht genormtes Konzept ohnehin überholt ist.
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Häufige Fragen zum Schlafen bei Erkältung
Wie schläft man am besten mit verstopfter Nase?
Mit leicht erhöhtem Oberkörper (ca. 30 Grad): So schwellen die Nasenschleimhäute ab und Sekret fliesst besser ab. Zusätzlich helfen eine Nasenspülung vor dem Zubettgehen und ausreichend Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer.
Hilft viel Schlaf wirklich gegen Erkältung?
Ja. Im Tiefschlaf schüttet der Körper vermehrt immunaktive Botenstoffe aus, die die Virenabwehr beschleunigen. Wer krank ist, darf und soll dem erhöhten Schlafbedürfnis nachgeben – auch mit einem zusätzlichen Mittagsschlaf.
Soll ich bei Erkältung mit offenem Fenster schlafen?
Gründliches Lüften vor dem Zubettgehen ist ideal. Ein dauerhaft offenes Fenster ist Geschmackssache: Frische, kühle Luft ist gut, direkte Zugluft auf den Kopf sollten Sie aber vermeiden. Wichtig sind 16–18 °C und 40–60 Prozent Luftfeuchtigkeit.
Warum ist der Husten nachts schlimmer?
Im Liegen fliesst Sekret aus der Nase den Rachen hinunter und reizt die Hustenrezeptoren. Zudem ist die Atemluft nachts oft trockener. Ein erhöhter Oberkörper, Honig am Abend und feuchtere Raumluft lindern den nächtlichen Hustenreiz.
Wann sollte ich mit einer Erkältung zum Arzt?
Bei Fieber über 39 °C, Atemnot, starken Schmerzen, Symptomen, die länger als zehn Tage dauern oder sich nach Besserung wieder verschlechtern – sowie generell bei Risikopatienten, Schwangeren und kleinen Kindern.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung.









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