Das Kopfkissen ist kleiner als die Matratze – für einen gesunden Nacken aber ebenso entscheidend. Ein falsches Kissen knickt die Halswirbelsäule ab und führt zu Verspannungen, selbst wenn die Matratze perfekt passt.
Die kurze Antwort: Das richtige Kissen hält deinen Kopf so, dass die Halswirbelsäule eine gerade Verlängerung der Wirbelsäule bildet – weder nach oben noch nach unten abgeknickt. Die ideale Höhe hängt vor allem von deiner Schlafposition ab.
Das Wichtigste in Kürze
- Seitenschläfer: höheres, stützendes Kissen (füllt den Schulter-Ohr-Abstand).
- Rückenschläfer: mittelhohes, stützendes Kissen.
- Bauchschläfer: sehr flaches Kissen oder keins.
- Ziel: Halswirbelsäule bleibt in gerader Verlängerung der Wirbelsäule.
Warum das Kissen so wichtig ist
Der Nacken ist der beweglichste und empfindlichste Abschnitt der Wirbelsäule. Liegt der Kopf zu hoch, wird der Nacken abgeknickt; liegt er zu tief, überstreckt er. Beides führt zu Verspannungen, Kopfschmerzen und unruhigem Schlaf. Das Kissen hat dabei eine klare Aufgabe: den Hohlraum zwischen Kopf, Nacken und Matratze exakt auszufüllen. Mehr zu Beschwerden findest du im Beitrag Nackenschmerzen vom Schlafen.
Welches Kissen passt zu welcher Schlafposition?
| Schlafposition | Kissenhöhe | Warum |
|---|---|---|
| Seitenlage | Hoch, stützend | Füllt den Abstand zwischen Ohr und Schulter |
| Rückenlage | Mittel | Stützt den Nacken, ohne den Kopf anzuheben |
| Bauchlage | Sehr flach / keins | Verhindert Überstreckung des Nackens |
| Wechselnde Position | Anpassungsfähig | Reagiert auf den Lagewechsel |

Welche Schlafposition hast du? Die Verbindung zur Matratze
Kissen und Matratze bilden ein System. Eine anpassungsfähige Matratze lässt die Schulter einsinken – dadurch verändert sich auch die benötigte Kissenhöhe. Wer die Position kennt, wählt beides aufeinander abgestimmt. Vertiefende Ratgeber: Matratze für Seitenschläfer und Matratze für Rücken- und Bauchschläfer.
Kissenfüllungen im Überblick
Die Füllung bestimmt Stützkraft, Klima und Pflege. Schaumkissen (auch viscoelastisch) stützen konturgenau und formstabil, Federn/Daunen sind weich und anschmiegsam, Naturfasern punkten beim Klima. Entscheidend ist, dass die Füllung die passende Höhe stabil hält – ein Kissen, das über Nacht zusammensackt, verliert seine Stützfunktion.

Wann du dein Kissen wechseln solltest
Kissen verschleissen schneller als Matratzen. Sackt das Kissen sichtbar zusammen, riecht es trotz Pflege oder wachst du mit Nackenschmerzen auf, ist ein Wechsel fällig. Als grobe Orientierung gelten ein bis drei Jahre, je nach Material und Pflege.
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Matratze, Kissen und Topper als System
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Häufige Fragen zum Kopfkissen
Welche Kissenhöhe ist die richtige?
Die Höhe sollte den Hohlraum zwischen Kopf und Matratze so füllen, dass die Halswirbelsäule gerade bleibt. Seitenschläfer brauchen ein höheres, Bauchschläfer ein sehr flaches Kissen.
Welches Kissen ist das beste für Nackenschmerzen?
Ein stützendes, formstabiles Kissen in der zur Schlafposition passenden Höhe. Wichtig ist, dass der Nacken weder abknickt noch überstreckt. Mehr dazu im Ratgeber zu Nackenschmerzen.
Wie oft sollte man das Kopfkissen wechseln?
Je nach Material und Pflege etwa alle ein bis drei Jahre – spätestens, wenn es zusammensackt oder du mit Verspannungen aufwachst.











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