Bettwäsche

Das richtige Spannbettlaken: Grösse, Material und Steghöhe im Überblick

Frisch bezogenes Bett mit glattem Spannbettlaken aus Baumwolle im hellen Schlafzimmer

Es ist ein kleines Detail mit grosser Wirkung: das Spannbettlaken. Sitzt es richtig, liegt es die ganze Nacht glatt und faltenfrei – sitzt es falsch, rutscht es von den Ecken, wirft Falten und stört den Schlaf. Trotzdem wird das Laken beim Bettenkauf oft als Nebensache behandelt. Dabei entscheiden Grösse, Steghöhe und Material darüber, wie sich Ihr Bett jede Nacht anfühlt – und wie gut Ihre Matratze geschützt ist.

Die kurze Antwort: Das richtige Spannbettlaken entspricht exakt der Matratzengrösse (in der Schweiz meist 90x200 oder 160x200 cm) und hat eine Steghöhe, die der Matratzenhöhe plus 5–10 cm Umschlag entspricht – bei höheren Matratzen oder zusätzlichem Topper braucht es Modelle mit 30–40 cm Steg. Beim Material gilt: Jersey für pflegeleichten Alltag, Perkal oder Leinen für kühle Schläfer, Flanell für Frierende. Ein hoher Elasthan- oder Gummizuganteil sorgt dafür, dass die Ecken straff sitzen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Massgebend sind Matratzenbreite, -länge und -höhe: Die Steghöhe des Lakens sollte Matratzenhöhe plus 5–10 cm betragen.
  • Wer einen Topper nutzt, bezieht diesen mit einem eigenen flachen Spannbettlaken – nicht Topper und Matratze zusammen.
  • Material nach Schlaftyp wählen: Jersey (unkompliziert), Perkal/Satin (kühl und glatt), Leinen (klimaregulierend), Flanell (warm).
  • Das Laken schützt die Matratze vor Schweiss und Abrieb – regelmässiges Waschen bei 60 °C verlängert die Lebensdauer der ganzen Schlafunterlage.

Die richtige Grösse: Breite, Länge – und vor allem die Steghöhe

Die Grundfläche ist schnell bestimmt: Sie entspricht der Matratzengrösse. In der Schweiz sind 90x200 cm für Einzelbetten und 160x200 oder 180x200 cm für Doppelbetten am verbreitetsten – eine Übersicht bietet unser Ratgeber zu Matratzengrössen in der Schweiz. Viele Laken decken Grössenbereiche ab (z. B. 140–160x200 cm); je elastischer der Stoff, desto besser funktioniert das.

Oft unterschätzt wird die Steghöhe – die Seitenhöhe des Lakens, die über die Matratzenkante gezogen wird. Messen Sie die Höhe Ihrer Matratze und rechnen Sie 5–10 cm für den Umschlag unter der Matratze dazu. Moderne Komfortmatratzen sind häufig 20–25 cm hoch – hier braucht es Laken mit mindestens 30 cm Steg. Bei Boxspringbetten oder Matratze plus Topper können es 40 cm sein.

Hände ziehen ein Spannbettlaken mit Gummizug über die Matratzenecke
Der Praxistest: Sitzt die Ecke straff und bleibt sie auch beim Umdrehen an Ort, stimmt die Steghöhe.

Grössentabelle für Schweizer Matratzen

Matratzengrösse Passende Lakengrösse Empfohlene Steghöhe*
90x200 cm 90–100x200 cm 25–30 cm
140x200 cm 140–160x200 cm 25–30 cm
160x200 cm 160–180x200 cm 25–30 cm
180x200 cm 180–200x200 cm 25–30 cm
Boxspring / Matratze mit Topper Je nach Breite 35–40 cm bzw. separates Topper-Laken

*Bei Matratzenhöhen von 20–25 cm. Höhere Matratzen entsprechend grösser wählen.

Material im Vergleich: Von Jersey bis Leinen

Das Spannbettlaken liegt direkt auf der Haut – das Material beeinflusst Schlafklima und Pflegeaufwand erheblich:

  • Jersey (Baumwoll-Strick): Elastisch, bügelfrei, unkompliziert – der Allrounder für das ganze Jahr. Dank Dehnbarkeit sitzt er auch auf Zwischengrössen straff.
  • Perkal (glatte Baumwollwebung): Kühl, atmungsaktiv und langlebig – ideal für Menschen, die nachts schwitzen. Passt gut zur Strategie aus unserem Ratgeber über kühle Matratzen.
  • Leinen: Natürlich klimaregulierend, im Sommer kühl, im Winter warm – mit charakteristischer Struktur, dafür knitteranfällig.
  • Flanell/Biber: Aufgeraute Baumwolle mit warmem Griff – die Wahl für kalte Schlafzimmer und Frierende.
  • Mischgewebe mit Elasthan: Maximale Passform für hohe Matratzen und Topper.

Einen ausführlichen Vergleich aller Betttextilien finden Sie im Beitrag Bettwäsche-Materialien im Vergleich – und wie das Zusammenspiel mit Raumklima und Temperatur funktioniert, im Ratgeber zur idealen Schlaftemperatur.

Spannbettlaken und Topper: So kombinieren Sie richtig

Wer seine Matratze mit einem Topper ergänzt, sollte beide Schichten getrennt beziehen: Das Spannbettlaken kommt auf den Topper (dafür gibt es flache Topper-Spannbettlaken mit 4–12 cm Steg), während die Matratze darunter mit einem Schonbezug geschützt bleibt. Wird ein hohes Laken über Matratze und Topper zusammen gespannt, verrutscht der Topper leichter und die anschmiegsame Wirkung leidet. Mehr zum Thema im Matratzentopper-Ratgeber.

Gefaltete Spannbettlaken und Bettwäsche in Naturtönen auf einer Holzbank im Schlafzimmer
Zwei bis drei Laken im Wechsel: So hat jedes Zeit zum vollständigen Trocknen und hält länger.

Pflege: So bleibt das Laken hygienisch und langlebig

Das Spannbettlaken ist die erste Verteidigungslinie Ihrer Matratze gegen Schweiss, Hautschuppen und Milben. Waschen Sie es idealerweise alle ein bis zwei Wochen bei 60 °C – diese Temperatur entfernt Milben und Bakterien zuverlässig. Zwei bis drei Laken im Rotationsprinzip verteilen die Abnutzung. Zusätzlichen Schutz bietet ein wasserdichter Matratzenschoner oder ein Encasing, besonders für Allergiker. Und sollte doch einmal etwas danebengehen, hilft unser Ratgeber Matratze reinigen mit bewährten Hausmitteln. Weitere Tipps rund um die Bettpflege finden Sie in unserem Pflege-Guide.

Das beste Laken braucht die richtige Basis

Ein perfekt sitzendes Spannbettlaken macht das Bett komfortabler – die eigentliche Liegequalität entsteht aber darunter. Wichtig zu wissen: Ein dünnes, elastisches Laken überträgt die Eigenschaften der Matratze nahezu unverändert, ein dickes, straff gespanntes kann die Anpassungsfähigkeit feiner Komfortschichten hingegen leicht dämpfen. Gerade bei adaptiven Matratzen lohnt sich deshalb ein dehnbares Material. Die Ora Matratze verzichtet bewusst auf das überholte Härtegrad-Konzept – das ohnehin nie genormt war – und passt sich mit ihrem EvoPoreHRC Premium-Memory-Schaum automatisch an Körper und Schlafposition an. Ein elastisches Laken lässt diese Anpassung ungehindert wirken.

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Die passende Basis unter dem Laken

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Häufige Fragen zum Spannbettlaken

Wie finde ich die richtige Steghöhe für mein Spannbettlaken?

Messen Sie die Höhe Ihrer Matratze an der Seite und addieren Sie 5–10 cm für den Umschlag unter der Matratze. Bei einer 24 cm hohen Matratze passt also ein Laken mit 30 cm Steghöhe. Zu niedrige Stege rutschen von den Ecken, zu hohe werfen Falten.

Passt ein 140x200-Laken auf eine 160x200-Matratze?

Davon ist abzuraten. Zwar dehnen sich elastische Jersey-Laken stark, doch ein dauerhaft überspanntes Laken rutscht leichter von den Ecken und leiert schneller aus. Wählen Sie ein Laken, dessen Grössenbereich Ihre Matratzenbreite ausdrücklich einschliesst.

Wie oft sollte man das Spannbettlaken waschen?

Alle ein bis zwei Wochen bei 60 °C – so werden Milben, Bakterien und Schweissrückstände zuverlässig entfernt. Wer stark schwitzt oder Allergien hat, wäscht besser wöchentlich.

Braucht ein Topper ein eigenes Spannbettlaken?

Ja. Der Topper wird mit einem flachen Topper-Spannbettlaken (4–12 cm Steg) bezogen, die Matratze darunter separat geschützt. So bleibt der Topper an Ort und seine anschmiegsame Wirkung voll erhalten.

Welches Material eignet sich für Menschen, die nachts schwitzen?

Perkal-Baumwolle und Leinen sind besonders atmungsaktiv und kühlend. Auch spezielle Funktionsgewebe mit feuchtigkeitsableitenden Fasern sind eine gute Wahl. Von dicht gewebten Synthetiklaken ohne Klimafunktion ist eher abzuraten.

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