„Schlafhygiene“ klingt technisch, meint aber etwas sehr Praktisches: die Summe aller Gewohnheiten und Bedingungen, die guten Schlaf ermöglichen. Wer seine Schlafhygiene verbessert, schläft meist schneller ein, durch und wacht erholter auf – ganz ohne Hilfsmittel.
Die kurze Antwort: Gute Schlafhygiene ruht auf vier Säulen – ein regelmässiger Rhythmus, eine ruhige Schlafumgebung, schlafförderndes Verhalten und die passende Ernährung. Schon kleine Änderungen in diesen Bereichen verbessern die Schlafqualität deutlich.
Das Wichtigste in Kürze
- Rhythmus: feste Schlaf- und Wachzeiten.
- Umgebung: dunkel, ruhig, kühl, bequem.
- Verhalten: Abendroutine, Bildschirme reduzieren, Bewegung.
- Ernährung: Koffein und Alkohol am Abend meiden.
Was ist Schlafhygiene?
Der Begriff fasst alle Verhaltensweisen und Umgebungsfaktoren zusammen, die unseren Schlaf beeinflussen. Schlechte Schlafhygiene – etwa unregelmässige Zeiten, viel Bildschirmzeit, ein unruhiges Schlafzimmer – ist eine der häufigsten Ursachen für schlechten Schlaf, lässt sich aber gut beeinflussen.
Die vier Säulen der Schlafhygiene
| Säule | Worum es geht | Konkrete Massnahme |
|---|---|---|
| Rhythmus | Stabile innere Uhr | Feste Zeiten, auch am Wochenende |
| Umgebung | Reizarme Schlafstätte | Dunkel, ruhig, kühl, bequeme Matratze |
| Verhalten | Schlaffördernde Routinen | Abendritual, weniger Bildschirm |
| Ernährung | Keine aufputschenden Stoffe | Koffein/Alkohol am Abend meiden |

Säule 1: Ein regelmässiger Rhythmus
Unser Körper liebt Regelmässigkeit. Wer täglich zur ähnlichen Zeit ins Bett geht und aufsteht, stabilisiert die innere Uhr – das Einschlafen fällt leichter und der Schlaf wird tiefer. Auch am Wochenende sollte der Rhythmus nicht zu stark abweichen.
Säule 2: Die richtige Schlafumgebung
Das Schlafzimmer sollte dunkel, ruhig, kühl und bequem sein. Wichtige Stellschrauben sind Verdunkelung, eine angenehme Schlaftemperatur, frische Luft und eine stützende, ruhige Liegefläche. Die Matratze ist dabei der grösste Komfortfaktor.

Säule 3: Schlafförderndes Verhalten
Ein festes Abendritual, weniger Bildschirmzeit am Abend, Entspannungstechniken und ausreichend Bewegung am Tag bereiten Körper und Geist auf den Schlaf vor. Konkrete Schritte findest du im Beitrag Schneller einschlafen.
Säule 4: Die richtige Ernährung
Koffein wirkt viele Stunden nach und sollte ab dem Nachmittag gemieden werden. Alkohol macht zwar müde, stört aber die zweite Nachthälfte und den REM-Schlaf. Auch sehr späte, schwere Mahlzeiten belasten den Schlaf.
Die häufigsten Fehler
- Unregelmässige Schlafzeiten und langes Ausschlafen am Wochenende.
- Smartphone im Bett – Licht und Reize halten wach.
- Zu warmes oder stickiges Schlafzimmer.
- Koffein und Alkohol am Abend.
- Das Bett zum Arbeitsplatz machen.
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Häufige Fragen zur Schlafhygiene
Was gehört zu guter Schlafhygiene?
Ein regelmässiger Schlafrhythmus, eine dunkle, ruhige und kühle Schlafumgebung, schlaffördernde Routinen sowie der Verzicht auf Koffein und Alkohol am Abend.
Wie lange dauert es, bis bessere Schlafhygiene wirkt?
Erste Effekte zeigen sich oft nach wenigen Tagen, eine stabile Verbesserung des Rhythmus meist nach zwei bis vier Wochen konsequenter Umsetzung.
Hilft Schlafhygiene auch bei Schlafstörungen?
Sie ist die wichtigste Grundlage und hilft bei vielen leichten Schlafproblemen. Bei anhaltenden, schweren Schlafstörungen sollte zusätzlich ärztlicher Rat eingeholt werden.











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